Start

Aktuelles

Sänger

Lesen

Sehen

Plakativ

Lieder

Meinung

Geschichte

Kontakt

Newsletter

Links

Impressum

 

Besucher
seit 01.06.04:


© Crème frech 2004

 

>>> L E S E N <<<

zurück zur Auswahl

Die sechs Herren in Frack und Zylinder
A-cappella-Formation "Crème frech" weiter auf Erfolgskurs
Von Elisabeth Söker, August 2000, erschienen im “Land un Lü”, Verlag Enno Söker, Esens

Schon eh sich der Vorhang hebt, jubelt das Publikum und fordert die sechs Herren im Frack mit stürmischem Applaus auf die Bühne. Und dann erscheint das musikalische Sextett, das sich als A-cappella-Formation unter dem Namen "Crème frech" in der hiesigen Musikszene seinen Platz erobert hat. So stilvoll der Auftritt, so niveauvoll das Programm. Die Anhängerschar von "Crème frech" weiß dieses  Engagement zu schätzen: Vor jeweils ausverkauftem Haus präsentierte die Gruppe am 7. und 8. April in der Esenser Theodor-Thomas-Halle ihr neues Programm unter dem Motto "Frische-Kräuter-Tour" und sorgte für restlose Begeisterung.
Der Erfolg des außergewöhnlichen Sextetts mit seiner Moderatorin Irene Lammers liegt in der Mischung aus Musikalität, Show und der spürbar eigenen Freude, ein Programm zu bieten, das vom "Kleinen grünen Kaktus" über Gospels bis hin zu den "Mamas & Papas" reicht. Brillante Arrangements, witzige Effekte und insbesondere der homogene Klangkörper von sechs Männerstimmen aller Tonarten knüpfen an das große Vorbild der Akteure an: die "Comedian Harmonists", legendäre Gesangsgruppe der 20er Jahre. "Crème frech", hervorgegangen aus der Musikgruppe "Shalom", hatte zunächst seinen Schwerpunkt in der Popmusik. “Einige eingestreute A-cappella-Stücke wie "Veronika, der Lenz ist da" oder das bekannte “Wochenend und Sonnenschein” schlugen derart ein, dass wir vor fünf Jahren quasi einen Neuanfang machten", fasst Detlef Kiesé die Entwicklung der Band zur mehrstimmigen Gesangsgruppe zusammen. Zu "Crème frech" zählen des weiteren Peter Gier, Oliver Kiesé, Georg Wagner, Kersten Kiesé und Arno Nerschbach. Gemeinsam tüftelt man an immer neuen Ideen, das zu etwa 50 Prozent aus A-cappella-Stücken bestehende Programm mit Show-Effekten und gestenreicher Interpretation anzureichern. So zeigen sich die bühnenerfahrenen Akteure nicht nur im Frack, mit Stöckchen, "Kummerband" und Chapeau claque, sondern verstehen es, sich aus dem Requisitenkoffer blitzschnell für den nächsten Titel dezent zu kostümieren. Neben Ohrwürmern aus sieben Jahrzehnten, zum Teil begleitet von Klavier und Gitarre, erinnert "Crème frech" auch an Berühmtheiten wie Elvis, the King of Rock 'n' Roll, den unvergessenen Heinz Rühmann, der "die Herzen der stolzesten Frauen" bricht oder an den Sänger Harry Belafonte. Ebenso erleben die 50er und 60er Jahre ein Comeback mit Titeln wie "Itsy, bitsy, teenie weenie" oder "Café oriental". Ein Highlight ist die "Schlagersahne" - Parodien bekannter Künstler der deutschen Schlagerszene. Margot und Maria Hellwig sind dabei ebenso vertreten wie Heino oder Udo Lindenberg. Ob Soli mit Background oder sechs volltönige Stimmen - das Programm kommt einfach an, nicht zuletzt auch durch die Kunst des freien Vortrags. Doch was so frisch und locker über die Bühne geht, erfordert im Vorfeld ein hohes Maß an Fleiß und Disziplin. Immerhin dauert es etwa drei Monate, bis ein neuer Titel "sitzt". Dennoch haben die sechs Musiker, im Alltag Radiologieassistent, Grundschullehrer, Handelsvertreter, Redakteur, Sozialpädagoge und Betriebswirt, auch an den kompliziertesten Arrangements noch ihre helle Freude.
Mit seinem abendfüllenden Programm gastiert das Sextett bis Ende der Saison vielerorts entlang der Küste und auf der Insel Langeoog. Am Sonnabend, 6. Mai 2000, findet in Esens im Abendlokal "Utkiek" eine "Prohibitions-Party" im Stil der 20er Jahre mit der Gruppe "Crème frech" statt. Nach einem Auftritt am 29. Mai 2000 im Kursaal Neuharlingersiel präsentiert sich die Gruppe am Freitag, 23. Juni 2000, 18.30 Uhr, anlässlich des 3. Ostfriesischen Kirchentages in Esens.