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Bericht aus den "Ostfriesischen Nachrichten", Ausgabe Sonnabend, 19. Juni 2004
Kummerbund und Chapeau claque "Crème frech" begeisterte 200 Besucher im Auricher Ostfrieslandhaus / Gute Unterhaltung
rom Aurich. Keine perfekte Show, dafür viel Spaß mit Witz, gepaart mit guter musikalischer Leistung, erlebten am Donnerstagabend knapp 200 Besucher des A-cappella-Konzerts des Ensembles "Crème frech" im Auricher Ostfrieslandhaus. Die sechs Akteure kommen aus Wittmund, Esens und Aurich. Sie überzeugten mit eigenen Arrangements im Stile der goldenen 20er und 30er Jahre oder nur witzig und frech, eben "Crème frech". Besonders gefielen die reinen A-cappella-Stücke oder die Lieder mit besonders dezenter Klavierbegleitung (Wolfram Nagel). Immer wieder zeigten die Sänger, dass sie nicht nur singen können. Percussion- und Kontrabassimitationen gelangen überzeugend, auch bewegten sie sich komödiantisch über die Bühne, als super-sexy Tina Turner (Detlef Kiesé), aber auch im typischen Schwarz-weiß-Look der Comedian Harmonists in Frack, Kummerbund und Chapeau claque (Zylinder).
Ihre Darbietungen fanden großen Anklang beim Publikum. Da störte auch nur wenig, dass ein Mikrofon gleich zu Beginn seinen Dienst verweigerte und gelegentlich der Text nicht immer parat war. Bei so vielen Liedern verzeihlich. Das Publikum nahm die kleinen Pannen mit Humor. Absolut überzeugen konnte Georg Wagner mit seiner beeindruckenden, sonoren Bassstimme. Unverzichtbar in einem A-cappella-Ensemble der Countertenor (Oliver Kiesé), verantwortlich für die ganz hohem Lagen. Ob Klonschaf Dolly, behaartes Dekolleté oder ächzende Nebelmaschine, die Show blieb immer kurzweilig und glitt nie ins Frivole ab. So brachen die sechs Männer die "Herzen der stolzesten Frauen", ließen Bill Ramsey und den King of Rock`n`roll in Ostfriesland erscheinen und wagten sich sogar an ABBA. Kein Konzert ohne Publikumsbeteiligung. Und diesmal gelang dies wirklich gut. Gut ausgewählt, gut eingeübt und fast perfekt aufgeführt. "Der Bieber kommt", und alle machten toll mit. Klar, dass das begeisterte Publikum ihre Stars erst nach mehreren, gut vorbereiteten Zugaben von der Bühne ließ.
 
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